Gelernt – Treppen vermeiden
Ich ging soeben draussen meines Weges und hatte die Wahl zwischen zwei Wegen: einem ebenen steilen Weg und einer Treppe.
Ich wählte den ebenen stetig ansteigenden Weg und realisierte zum ersten Mal in meinem Leben: Treppen sind mental fordernd.
Treppensteigen erfordert Aufmerksamkeit
Es gibt einen Unterschied zwischen einem ebenen Weg und einer Treppe. Bei der Treppe musst du dich auf die Treppe und die einzelnen Schritte konzentrieren, wenn du sie hoch- oder absteigst. Ansonsten würdest du stolpern. Nicht so bei ebenen, gleichmässig steigenden Wegen.
Bei den unterirdischen Durchgängen unter den Gleisen von Bahnhöfen zum Beispiel nehme ich unterbewusst immer die Seite mit dem gleichmässig steigenden Weg. Da kann ich einfach hochgehen, ohne auf den Boden achten zu müssen.
Sprich: ich spare mir mentale Energie, indem ich einen ebenen, treppenlosen Weg gehe und nutze die gesparte Energie lieber für Dinge, die mich voranbringen, z.B. diesen Beitrag auf meinem iPhone zu schreiben (während ich den Weg hochgehe).1
Gleichmässig steigende Wege benötigen keine Aufmerksamkeit wie Treppen. Und Aufmerksamkeit ist ein langfristig wertvolles Gut ist, mit dem wir effizient haushalten sollten – wenn wir es denn dafür für etwas Bestimmtes bewusst nutzen wollen. Es sind solche kleinen unscheinbaren Erkenntnisse der Wirklichkeit, die wirken und sich langfristig lohnen. Wie oft im Leben wirst du noch Treppen steigen? Wenn du nun einmal diese kleine Erkenntnis in deinem Kopf hast, kannst du sie für den Rest deines Lebens nutzen.
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